Hector, Horn, Podolski – Opium für das Volk

Nach Höger und Hector hat nun auch Timo Horn bekanntgegeben, den Weg in die 2. Liga  und die Mission Wiederaufstieg mitzubestreiten. Dafür wird der FC – trotz Platz 18 – von Fußballfans aus aller Welt beneidet.

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Auch Marcel Risse wird bei seinem Herzensklub bleiben und mit Terodde und Koziello hat man bereits im Winter Top-Leute geholt. Es ist allerdings klar, dass dort nicht nur (Sauna-)Luft und Liebe im Spiel waren. Geschäftsführer Armin Veh erkauft sich den Aufstieg. Bei Horn und Hector wird die Gehaltserhöhung die Entscheidung zumindest nicht erschwert haben, auch Heintz und besonders Bittencourt sollen so noch irgendwie vom Verbleib überzeugt werden.

Aber dabei soll es nicht bleiben. Der Effzeh möchte auch Lukas Podolski zurückholen und dass Poldi innerhalb von ein paar Minuten im Flieger nach Köln säße, ist kein Geheimnis. Schon zu Schmadtke-Zeiten traf man sich zu Gesprächen, allerdings entschied sich – insbesondere Toni Schumacher – gegen eine Verpflichtung.

Podolski als I-Tüpfelchen

Wir sind die letzten, die sich nicht über Podolski freuen würden. Allerdings muss klar sein, woher dieser plötzliche Sinneswandel kommt. Der Vorstand weiß um seinen schwindenden Rückhalt unter den Mitgliedern, zwischen den Zeilen der Interviews der letzten Tage kann man lesen, dass sich besonders Spinner durch die „Kritik“ gekränkt fühlt und spätestens bei der nächsten Wahl 2019 nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Stattdessen rückt – wer konnte es ahnen – Toni Schumacher immer mehr in den Mittelpunkt und dürfte im  nächsten Jahr kandidieren wollen. Auf einen Vorschlag des Mitgliederrats und somit eine Pro-Forma-Wahl dürfte jedoch nicht gehofft werden, zu tief sind die Gräben. (https://t.co/NqACPAXwYR und wir berichteten mehrfach) Was gibt es also besseres, als sich mit spektakulären Meldungen zu Hector, Horn und Podolski bei den Mitgliedern einzuschmeicheln – ein Schuss, der auch nach hinten losgehen kann.

Folgt Mesenhöler auf Horn?

Es war, wie so oft, ein schwarzer Tag für den 1. FC Köln. Das selbst ausgerufene (mittlerweile 500.) “Endspiel” wurde wieder einmal nicht gewonnen und später zog der HSV mit einem 3:2 Sieg über den FC Schalke 04 auch an den Geissböcken vorbei.

Besonders Schlussmann Timo Horn ärgerte sich, hatte er doch mehrmals sogar das 1:2 verhindert und sich bei einer Rettungstat gegen den Mainzer Quaison verletzt. “Timo hat nur eine Prellung”, gab Trainer Ruthenbeck Entwarnung. Ob er gegen Berlin allerdings doch von Thomas Kessler vertreten werden muss, ist noch nicht klar.

Trauriger Geburtstag?

Genauso wenig ist klar, ob der Silbermedaillengewinner von Rio auch den Gang in die 2. Liga antreten wird. 65 Spiele bestritt Horn im Unterhaus, mehr werden jedoch wahrscheinlich, entgegen aller auch abnehmbarer Liebesbekundungen, nicht dazukommen. Zu groß ist das Potenzial, zu durchgestylt ist der Karriereplan des 24-Jährigen, der sein letztes FC-Spiel ausgerechnet an seinem 25. Geburtstag in Wolfsburg bestreiten dürfte.

Mesenhöler als Ersatz

Als Ersatz soll FC-Macher Armin Veh Ex-Nachwuchstalent Daniel Mesenhöler ins Auge gefasst haben. Der 22-Jährige konnte sich – trotz großen Talentes – bei Union Berlin nicht als klare Nummer 1 durchsetzen. Eine kostengünstige Lösung, da der gebürtige Engelskirchener ablösefrei wäre.

Verlässt Bittencourt als erster das längst versunkene Schiff?

6 Punkte aus 17 Spielen, der Abstieg ist nach der Hinrunde fast schon so gut wie perfekt. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich (ehemalige) Leistungsträger bereits nach anderen Vereinen umgucken könnten. Horn und Hector sollen auf der Liste des BVB stehen.

Dem Vernehmen  nach gibt es auch bei Leonardo Bittencourt genügend Interessenten. Heißester Kandidat soll Bayer Leverkusen sein.