„Der Erlkönig“ oder „Warum 100 % FC so wichtig ist“

 

 

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der DFB mit seinem Kind;
Er hat den Knaben wohl in dem Arm,
Er fasst ihn sicher, er hält ihn warm.

 

Dienstag, der 01.08.2017. Ein dürrer, kahlköpfiger Herr sitzt vor zahlreichen Medienvertretern. Hörgerätemogul Martin Kind stellt das vor, wofür er seit 20 Jahren gekämpft hatte: Nun darf er die Mehrheit bei Hannover 96 übernehmen.

50+1 ist tot, es lebe 50+1

Kind hatte im Jahr 2011 mit der DFL einen abstrusen Deal ausgemacht: Die 50+1 Regel solle für ihn aus ausgesetzt werden, im Gegenzug ließ der 73-Jährige eben diese Regel weiterleben. Die DFL war nahezu gezwungen auf dieses Geschäft einzugehen, schließlich hatte sie damals schon für Wolfsburg, Hoffenheim und Leverkusen „Sonderwege“ gefunden, durch eine Klage wäre die 50+1 Regel ohnehin aufgehoben worden. Also einigte man sich darauf, dass ein Sponsor/Investor, der sich zuvor 20 Jahre im Verein engagiert hatte, mehr als 50 % der Anteile kaufen und sich so in die Riege von Bayer, Volkswagen und Hopp gesellen könne.

20 Jahre sind nun vergangen, Kind darf und wird voraussichtlich sein Lebenswerk vollenden. Dass Gegner erst jetzt wirklich reagieren, obwohl Kind seit Jahren keinen Hehl daraus machte, gleicht einer Tragödie und Komödie.

Jeder ist seines Glückes Schmied.

Ey ihr Ottos, macht ihr jetzt H96-Treff oder wat?

Keine Sorge, wir bleiben Euch erhalten. Über graue Mäuse wie den Handball-Klub aus Niedersachsen gibt es sonst eh nicht viel zu berichten. Nein, es geht um etwas viel wichtigeres: den FC! Das Beispiel ‚Hannover 96‘ zeigt, warum es wichtig ist, sich jetzt mit dem Thema zu befassen, und nicht erst nachdem alles in trockenen Tüchern ist. Auch der FC hat mit Ford einen potenten Geldgeber in seinen Reihen, der sich seit mehr als 20 Jahren im Verein engagiert. Zugegeben ein sehr unrealistisches Szenario. Des Weiteren zeigt die Causa Kind aber, auf welch wackligen Beinen die 50+1 Regel doch steht.

100 % FC – zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Um dies zu verhindern, hat sich eine kleine Gruppe zusammengeschlossen. „100 % FC“ heißt die Mitgliederinitiative, die die Satzung ändern möchte. Bisher darf der FC 24,9 % seiner Anteile verkaufen, ohne die Mitglieder zu befragen. Dies soll sich ändern, am besten schon diesen September auf der Mitgliederversammlung. Vor ein paar Tagen äußerte sich Geschäftsführer Jörg Schmadtke gegenüber der Funke Mediengruppe zum Thema Investoren. „Wenn man jedoch einen Partner hat, idealerweise aus der Region, mit dem man zum Beispiel eine Jugendakademie baut, dann wäre das sinnvoll. Und dafür kann man schon einmal darüber diskutieren, ob man die 50+1-Regelung nicht überdenken sollte.“ Als Geschäftsführer hat er zwar ebenso wenig wie sein Kollege Alexander Wehrle über einen möglichen Verkauf zu entscheiden, aber auch bei der Finanzierung eines Stadioaus- oder Neubaus dürfte ein Anteilsverkauf durchaus eine Option für den Vorstand um Werner Spinner sein. Wer beim Interview des GEISSBLOG mit Spinner (Klick) zwischen den Zeilen liest wird schnell erkennen, wie er zu dem Thema steht.

Unser, ausnahmsweise nicht exklusiver, Appell

Wie jeder weiß, sind Kind und Vater (DFB) beim Erlkönig die großen Verlierer. 😉

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Was wir Euch sagen wollen: Geht zur Mitgliederversammlung, und zwar nicht nur wegen eines 5 € Gutscheins oder der „Ich bin FC“-Pullis, sondern unterstützt die Satzungsänderung von 100 % FC – sonst trägt im schlimmsten Fall ein Scheich aus Taka-Tuka-Land den Schriftzug als einziger auf seiner Brust.

Weitere Infos und ein sehr ausführliches FAQ gibt es unter www.100profc.de.

 

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