Was macht eigentlich… Oliver Leki?

Overath, Daum, Meier, Horstmann und Wernze – allesamt Namen, die im kollektiven Gedächtnis der FC-Fans, zumindest in eben jener Verbindung negativ konnotiert sind. Während Overath und Daum aufgrund ihrer unbestreitbaren Verdienste um unseren Klub länger und vehementer in Schutz genommen wurde, stehen sie doch alle für den wohl dunkelsten Moment der Vereinsgeschichte (und das ist jetzt mal keine Anspielung auf die schwarzen Rauchwolken vom 12.05.2012).

Im Schatten dieser Schattengestalten (also: in einer ganz dunklen Ecke) und daher beinahe in Vergessenheit geraten, ist Oliver Leki. Jener vergleichsweise junge Mann in der Geschäftsführung des damaligen Chaos-Klubs mit dem fleischigen Gesicht und den streng nach hinten gestylten Haaren, der äußerlich doch so scheinbar perfekt in die Riege der eingangs genannten Herren passte.

Aber nur scheinbar, denn entgegen der Herren, die das sinkende Schiff frühzeitig verließen und/oder verlassen mussten, übernahm Leki Verantwortung und blieb (mit Horstmann – so viel Ehrlichkeit muss sein) über die schwarzen Rauchwolken hinaus am Geißbockheim. Rückblickend betrachtet fallen seine Ziele von 2011 „wirtschaftliche Konsolidierung mit Augenmaß“, „Erschließung neuer Märkte“ und „Werte schaffen“ nicht sehr viel anders aus, als das was Alexander Wehrle seit Amtsbeginn gepriesen hat.

Blendet man also die damalige Konstellation in höchster Führungsebene aus, so scheint Oliver Leki also durchaus als ähnlich vernünftig und talentiert wie unser Heilsbringer aus dem Schwaben-Land. Beide waren zuvor 10 Jahre lang in verschiedenen Positionen in ihren Vereinen unterwegs, ehe sie Ende Januar 2013 ihren Arbeitsort (bis auf ein paar km) tauschten: Der Eine von Stuttgart nach Köln, der Andere von Köln nach Freiburg.

Gut möglich, dass Leki in seinen zehn Jahren Effzeh schneller gealtert ist, als Wehrle in seinen zehn Jahren VfB, dennoch sind es viele nützliche Erfahrungen, die ihm an der Dreisam zugutekommen. Die wirtschaftlichen Kennzahlen, die der Ex-Kölner in Freiburg erzielt, sind eindrucksvoll, die Mitgliederzahlen explodieren und auch beim neuen Stadion geht es voran. Nachhaltige Entwicklung nennt man das, was Leki da in Freiburg leistet. Eine Nummer kleiner als das, was Wehrle in Köln erschaffen hat, aber immerhin.

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Seit Amtsbeginn steht es 4:1 für Freiburg im Direktvergleich mit dem Effzeh. Einmal haben uns Lekis Freiburger dabei um den Einzug ins Pokal-Viertelfinale und Wehrle um die entsprechenden Prämien gebracht.  Sowohl wir als auch der SCF haben uns heuer für das europäische Geschäft qualifiziert, auch wenn der SCF als bester Aufsteiger (alle Einwände, dass da noch ein Aufsteiger besser war, verbieten wir uns) erst noch durch die Qualifikation muss.

Kurzum: Oliver Leki – mittlerweile gar Vorstand – zeigt an der Dreisam in einem seriös geführten Klub, dass er erfolgreich, nachhaltig und sympathisch kann (selbst seine Frisur ist sympathischer geworden) – Dinge die dem Effzeh in jener dunklen Stunde abgingen. An ihm hat es offensichtlich nicht gelegen oder aber er hat aus den Fehlern dieser Zeit gelernt. Wie auch immer: Weiterhin alles Gute!

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